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12.10.2014 17:56

Arbeiter-Samariter-Jugend beweist starke Nerven

Kinder und Jugendliche wirken als Verletztendarsteller bei Großübung des ASB mit / RUD sorgt für echt wirkende Wunden

Die 12-jährige Verletztendarstellerin Laura von der ASJ wird von den Samaritern in ein Betreuungszelt gebracht.
ASJ-Mitglied Marcel aus Barsinghausen (12 Jahre) wird nach einer erstversorgten Kinnplatzwunde betreut.

Barsinghausen/Bad Nenndorf. Einen äußerst wichtigen Teil der am vergangenen Sonnabend veranstalteten Großübung des ASB-Landesverbandes steuerten viele Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) bei: Denn sie fungierten als Verletztendarsteller bei zwei Großschadensereignissen in Barsinghausen am Bergwerk sowie bei einem simulierten Busunfall in Bad Nenndorf. Schon ab 7 Uhr morgens wurden sie von der sogenannten "Realistischen Unfalldarstellung" (RUD) professionell geschminkt, damit es nach echten Kopfplatzwunden, Abschürfungen und Prellungen aussah.

Zur Kulisse der Großübung wurden zwei besondere Schauplätze ausgesucht. Einer davon war das Besucherwerk "Klosterstollen" in Barsinghausen. Durch die angenommenen Erdstöße gab es eine Erschütterung auch unter Tage, wo sich viele Kinder, Jugendliche und mehrere Erwachsene befanden. Sie mussten direkt im Stollen erstversorgt und mit den Loren des Bergwerks schnellstmöglich nach draußen befördert werden. Da jede Fahrt etwa 25 Minuten dauerte und der Platz im Zug begrenzt war, musste unter Tage geplant werden, wie und in welcher Reihenfolge die Verletzten zu bergen waren.

Auf dem Parkplatz des Besucherbergwerks wurde ein großer Behandlungsplatz mit Zelten aufgebaut. Hier nahmen ASB- und Feuerwehrkräfte der Wehren aus Barsinghausen und Egestorf die Verletzten im Empfang, um sie zu versorgen und gegebenenfalls ins Krankenhaus fahren zu können. In Bad Nenndorf war das Szenario, dass ein Bus verunglückt war, in welchem vor allem Kinder und Jugendliche saßen. Auch hier arbeiteten der ASB und die Ortsfeuerwehren aus der Samtgemeinde Hand in Hand zusammen. Die 12-jährige Laura aus Barsinghausen hatte viel Spaß bei der Großübung am Schauplatz des Klosterstollens. Sie durfte mit in das Bergwerk einfahren und musste nach der Wiederankunft von den Samaritern betreut werden. Festgestellt wurde ein Blutdruck von 140 zu 50 mit einem Pulsschlag von 112 pro Minute, einer normalen Atmung und seitengleichen Pupillen. Aufgrund dieser ersten Diagnose musste sie nicht liegend zu den Betreuungszelten gebracht werden, jedoch aber leicht gestützt werden von zwei Rettungskräften. "Ich wurde von einem Arzt befragt wie es mir geht und habe mich sehr gut betreut gefühlt", sagte Laura. "Ich war zum ersten Mal hier unten in der Grube. Das hat schon sehr viel Spaß gemacht, bei so einer Übung mitzumachen", betonte der 12-jährige Marcel aus Barsinghausen.
 
Fotos und Text: J. Heumann/ASB